150 Mitarbeiter nehmen an Notsectio-Simulation teil – Fortbildungsprojekt bringt Berufsgruppen näher zusammen

Trotz aller Entwicklungen in der Geburtshilfe besteht das Risiko, dass sich der Verlauf einer Geburt ungeplant entwickelt. Besteht eine Notfallsituation mit Gefahr für das Leben von Mutter und/oder Kind muss ein Notfallkaiserschnitt durchgeführt werden. Diese zeitlich kritische Situation kann nur durch das reibungslose Zusammenwirken aller beteiligten Berufsgruppen bewältigt werden.

Um das Zusammenspiel weiter zu verbessern, haben Dr. Maike Höltje und Dr. Markus Flentje von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie Professor Dr. Constantin von Kaisenberg und Dr. Elna Kühnle ein gemeinsames Simulationstraining konzipiert. Das vierstündige Seminar beginnt mit drei Kurzvorträgen. Anschließend kann jeder Teilnehmer zweimal die Situation eines Notfallkaiserschnitts als Teammitglied und als Zuschauer erleben. Neben dem Einüben des gerade überarbeiteten standardisierten Ablaufs standen auch Inhalte des Zwischenfallmanagements, wie z.B. Kommunikation und Teamwork im Trainingsfokus. Über einen Zeitraum von 3 Monaten wurden 150 Mitglieder aller Berufsgruppen des Kreißsaalteams trainiert. Die organisatorische Herausforderung konnte nur durch das hohe Engagement aller Ausbilder und Teilnehmer gemeistert werden. In der Evaluation wurde insbesondere gelobt, dass das Training in der Simulationswelt einen Perspektivwechsel ermöglicht und das Verständnis für die beteiligten Berufsgruppen erhöht.

Der reibungslose Ablauf der Koordination zwischen OP-Vorbereitung und Narkoseeinleitung konnte am Simulator geübt werden.

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